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Eine Frau lächelt in die Kamera, im Hintergrund sind viele Ordner zu sehen

Angebote für Träger

VIA erfindet die Integrationsbegleitung nicht neu. VIA kombiniert altbewährtes und bereitet es für die Zielgruppe Alleinerziehender auf. Dazu zählen u.a.

  • Die Instrumente und Verfahren der Arbeitsmarktintegration, die sich im Bereich der beruflichen Rehabilitation bewährt haben.
  • Die Instrumente und Verfahren, die sich in der Arbeit mit Müttern bewährt haben.
  • Die Arbeit von Schulen, Institutionen, Behörden, Job-Center in all ihren unterschiedlichen Facetten.
  • Die Arbeit von Initiativen, Vereinen, Einrichtungen im Stadtteil, die auf lebensweltlich-sozialräumlicher Ebene Unterstützungs-, Hilfs-, Beratungsangebote organisieren und so Teilhabe ermöglichen.

Die Arbeit der VIA-Projekt-Mitarbeiterinnen in der Betreuung der Einzelfälle kann nur fruchtbar werden, wenn sie die individuellen Problemlagen mit den Potenzialen der Netzwerke verknüpft.

Deswegen sind VIA-Berater in erster Linie Netzwerker und als solche auf die aktive Unterstützung der Akteure und Partnerinnen in den Netzwerken angewiesen; und zwar in allen Phasen des Beratungs- und Vermittlungsprozesses. Dies gilt etwa für Stadteil- und Frauen- bzw. Kindergruppen, die als „Gatekeeper" einen Zugang zu potenziellen Interessentinnen eröffnen können und so einen niederschwelligen Übergang in die berufliche Sphäre bahnen können, über die Bildungs- und Qualifizierungsträger mit ihrem breiten Spektrum an Angeboten der Berufsvorbereitung und Ausbildung. All diese Angebote braucht es, um die individuellen Integrationskonzepte umzusetzen. Und nicht zuletzt braucht es die Job-Center und Agenturen, die diesen Weg „mitgehen" sowie institutionell - und nicht zuletzt finanziell - absichern.

Kurz: VIA ersetzt bestehende Leistungen nicht, sondern greift auf sie zurück und macht sie für den Einzelfall nutzbar.

Bei der Kontaktaufnahme werden persönliche Voraussetzungen (z.B. die Kinderbetreuung) und Wünsche besprochen und Chancen für eine Teilnahme am Projekt geklärt.

Schul- und Berufsbiografien werden aufgearbeitet. Die Teilnehmerinnen werden darin unterstützt, sich in der Gruppe mit Erfahrungen auszutauschen und daraus Selbstbewusstsein und Motivation zu entwickeln.

Im Assessment werden berufliche Tätigkeitsfelder simuliert, in denen die Teilnehmerinnen ihre Belastbarkeit und Leistungspotentiale erfahren. Auf der Basis werden berufliche Perspektiven entwickelt und konkrete Schritte für die Umsetzung geplant.

Alleinerziehende mit arbeitsmarktfähigem Kompetenzprofil und familiärer Stabilität werden mit potentiellen Arbeitgeberinnen in Kontakt gebracht. Die Akquise erfolgt über das Projekt.

Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen wird deren Kompetenzprofil so aufbereitet, dass sie aktiv Arbeitsstellen akquirieren. In der Vorbereitung und Durchführung von Bewerbungen stehen Trainerinnen immer zur Seite.

Während eines Praktikums werden Erfahrungen am Arbeitsplatz und über den Betrieb gesammelt. Das Praktikum schafft Gewissheit über die Berufsentscheidung. Ein erfolgreiches Praktikum mündet in der Regel in ein Beschäftigungsverhältnis.

Im Praktikum zeigt sich ggf. welche Qualifizierungen erforderlich sind. Die fachlichen Anforderungen werden mit der Arbeitgeberin abgestimmt und umgesetzt.

Für Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund werden Deutsch- und Integrationskurse angeboten.

Teilnehmerinnen ohne Schulabschluss können diesen nachholen. Dies geschieht in Kooperation mit Schule und Bildungsträgern.

Kinderbetreuung und Unterstützung im Haushalt werden bei Bedarf sichergestellt.

Teilnehmerinnen ohne abgeschlossene Berufsausbildung können diesen bei gegebenen Voraussetzungen nachholen; vorzugsweise in Teilzeit. Dies geschieht in Kooperation mit Betrieben und freien Bildungsträgern. Auch während einer Ausbildung gibt es Begleitung durch das Projekt in Form von Förderunterricht und Unterstützung bei der Organisation des Haushalts.

Mit dem Berufseinstieg wird eine Nachsorge am Arbeitsplatz angeboten. Bei Konflikten werden auch Gespräche mit Arbeitgeberinnen geführt.